Keine Behinderung der Hauptverkehrsachse – intelligente Lösungen für Alle suchen!

28. Mai 2019

FDP verdeutlicht: Keine Behinderung der Hauptverkehrsachse; Keine Schutzstreifen, die nicht schützen; stattdessen intelligente Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer suchen!

Die FDP-Fraktion Bad Homburg und der Arbeitskreis Mobilität des FDP-Ortsverbands legen in der Diskussion über die Umsetzung des Radverkehrskonzepts nach und verdeutlichen ihre Position. Nach den Plänen der Stadt sollen im Rahmen eines „Verkehrsversuchs“ die Fahrspuren auf der Urseler Straße/Hessenring von zwei auf eine (überbreite) Spur reduziert werden und ein „Schutzstreifen“ markiert werden.

„Die FDP begrüßt es, dass endlich etwas für die Radfahrer getan werden soll. Dass aber ausgerechnet die Hauptverkehrsachse für den Autoverkehr massiv beschnitten werden soll, ist absolut unverständlich. Gerade die einheimischen Pendler kommen um diese Stelle nicht herum und werden künftig im Stau stehen. Wir raten dringend von derartigen Experimenten ab.“ so der verkehrspolitische Sprecher der FDP Philipp Herbold.
„Durch die zu erwartenden Staus entstehen Umweltbelastungen, die die kurstädtische Luft belasten. Gleichzeitig verbessert sich die Situation für die Radfahrer gerade nicht, weil es eine bauliche Trennung zwischen Rad- und Autospuren nicht geben wird.“

Marco Müller vom AK Mobilität, der die betreffende Verkehrsausschusssitzung ebenfalls besuchte, ergänzt: „Im Ausschuss haben uns zwei Schüler eindrucksvoll ihre Schwierigkeiten beim Schulweg als Radfahrer auf dem Hessenring beschrieben. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie sich künftig LKW und PKW hupend und blinkend neben den auf der Straße radelnden und nur durch eine weiße Linie „geschützten“ Kindern auf einer Spur zusammenquetschen. Hinzu kommt die permanent wachsende Zahl von parkenden Paketdiensten. Das ist brandgefährlich.“

Die Freien Demokraten sind der Überzeugung, dass nur eine bauliche Trennung von Fußgänger-, Rad- und Autospuren zu einer Verbesserung für die Radfahrer führen wird. Dies scheint an der betreffenden Stelle angesichts der Breite durchaus möglich, ggfs. unter Anpassung des Mittelstreifens. Andernfalls ergebe sich bloße Symbolpolitik, die die Situation für alle Verkehrsteilnehmer sogar verschlechtern würde.
Eine intelligente Ergänzung und Alternative für Radler könnten auch die jüngst von den Liberalen vorgeschlagenen „Naturachsen“ sein, die die belasteten Achsen umgehen und ein sicheres und entspanntes Vorankommen gewährleisten könnten.